
Bildquellen: FH OÖ (Abdruck honorarfrei)

Der gebürtige Paschinger Michael Ring (24) und die Universitätsstadt Tübingen in Baden-Württemberg tragen eine Gemeinsamkeit in sich: ausgeprägten Forschergeist. Deswegen zieht es den „ausgezeichneten“ Absolventen des Studiengangs Medizintechnik am Campus Linz der FH OÖ nicht in die betriebliche Praxis, sondern in ein Institut an einer der renommiertesten deutschen Universitäten.
Das Hertie Institut für klinische Hirnforschung ist die größte Einrichtung ihrer Art in Deutschland. Für diese und gegen die McGill University im kanadischen Montreal hat sich Michael Ring zur Fortsetzung seiner wissenschaftlichen Laufbahn entschieden. Die Nähe zur Heimat, vergleichbare soziale Strukturen und der beschauliche Flair der süddeutschen Stadt am Neckar sprachen klar für einen Verbleib in Europa.'
Den Sprung über den großen Teich hat Ring trotzdem bereits hinter sich. Sein Berufspraktikum verbrachte er nämlich im Smith Kettlewell Institute in San Francisco. Die daran anschließende Diplomarbeit befasste sich mit der Trainierbarkeit von Augenbewegungen, um neue Ansätze zur Behandlung von Schwindelerkrankungen zu finden.
Messung von Augenbewegungen zur Behandlung von Krankheiten
In Tübingen erwartet den Oberösterreicher eine Doktorandenstelle, auf der er zum besseren Verständnis neuronaler Strukturen bei neurologischen Störungen beitragen soll. Als Medizintechniker geht es für ihn unter anderem darum, ein System zur Messung von Augenbewegungen für diesen Zweck zu adaptieren.
Mit vergleichbaren technischen Instrumenten hat er sowohl im Rahmen seines Berufspraktikums in den USA, als auch an seinem Linzer FH-Studiengang bereits zu tun gehabt. Sein Diplomarbeitsbetreuer, Prof. (FH) Dozent Dr. Thomas Haslwanter, leitet am Linzer FH-Campus einen Forschungsschwerpunkt zum Thema Augenbewegungsmessungen. Haslwanter hat für Ring auch die Brücke in die USA gebaut und ihn nun als FH-Absolventen für eine internationale Karriere in der Wissenschaft vorbereitet. „Ich war selbst viele Jahre lang im Ausland tätig und weiß, wie wertvoll diese Erfahrung für einen Forscher ist“ erläutert Haslwanter.
Auch wenn es dazu führt, dass das Rote Kreuz in seiner Heimat wohl zumindest für einige Zeit auf seinen ehrenamtlichen Fahrer Michael Ring verzichten wird müssen.
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