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News-Archiv 2009



Der Operateur steuert über eine Konsole die Bewegungen der Roboterarme.



23.02.2009

Modernste Roboter-Chirurgie im ersten OÖ. Prostatazentrum


Knapp über 5.000 Männer erkranken in Österreich jährlich neu an Prostatakrebs. Der Vorsteherdrüsentumor umfasst beinahe 30 % aller Krebserkrankungen des Mannes und rangiert somit vor Lungen- bzw. Darmkrebs an erster Stelle der männlichen Tumorerkrankungen. Das Prostatazentrum der Barmherzigen Schwestern Linz bietet seinen Patienten nun das derzeit modernste chirurgische Verfahren zur Prostata-Entfernung an.



Bei der neuen Operationstechnik steht der Chirurg nicht mehr am Operationstisch, sondern sitzt vor einer Konsole, von der aus er mittels Handbewegungen und Fußpedalen den Eingriff steuert. Unterstützt wird er dabei von einem Roboter, dessen Arme jeweils über ein bis zwei Zentimeter große Einschnitte in den Körper des Patienten eingebracht werden. Bewegungen, die der Chirurg an der Konsole durchführt, werden auf den Roboter übertragen, der diese wiederum in Echtzeit im Körper des Patienten durchführt.

Operationen können somit noch exakter durchgeführt werden, da das „da Vinci-System“ die bei jedem Menschen vorhandenen, feinen Zitterbewegungen der Hände vollständig ausgleicht. „Diese Operationstechnik hat aufgrund seiner hohen Präzision und Sicherheit in den USA die konventionelle laparoskopische Prostataentfernung nahezu vollständig und die offene Operation bereits weitgehend verdrängt“, weiß Prim. Dr. Wolfgang Loidl.

Vorteile für den Patienten
Die Methode bedeutet für den Patienten: weniger Schmerzen, reduziertes Infektionsrisiko, weniger Blutverlust und geringere Narbenbildung. Außerdem können die im Zuge der Operation gesetzten Harnkatheter schneller wieder entfernt werden. Das Risiko für eine Erektile Dysfunktion sowie für eine Inkontinenz soll gesenkt werden. Der schnellere Heilungsprozess ermöglicht zudem eine zügigere Wiederaufnahme sämtlicher körperlicher Aktivitäten und einen rascheren Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess.

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