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News-Archiv 2009



Der Kooperationsbau an der Seilerstätte, Quelle: BHS Linz



16.04.2009

Qualität und Effizienz sind kein Widerspruch: Erfolgreiche Kooperation der Linzer Ordensspitäler


Der vor kurzem erschienene Landesrechnungshofbericht zur Spitalsreform bestätigt die erfolgreiche Kooperation der Ordensspitäler der Barmherzigen Brüder (BHB) und Schwestern (BHS) in Linz. Es wurden nicht nur die vorgegebenen Ziele hinsichtlich der Zusammenlegung von Abteilungen und Nutzung von Synergieeffekten erreicht. Gleichzeitig erzielten die beiden Häuser eine Qualitätssteigerung in der Patientenversorgung und konnten 5 Mio. Euro einsparen. Die beiden Spitäler sind seit 2008 auch die ersten und bis dato einzigen qualitätszertifizierten Krankenhäuser in der Landeshauptstadt.

Im Landesrechnungshofbericht wird die Kooperation zwischen den BHB und BHS als gelungen bezeichnet. Es wurden bauliche und organisatorische Änderungen umgesetzt und somit eine echte Zusammenarbeit verwirklicht. Auf Initiative von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer begannen die beiden Spitalsträger im Jahr 2000 mit der konkreten Planung der Kooperation. Frau Landesrätin Dr. Silvia Stöger unterstützte diesen Prozess in der Umsetzung. „Für den Erfolg eines so großen Kooperationsprojekts ist es besonders wichtig, dass die führenden Landespolitiker hinter uns stehen.“ sind sich die Geschäftsführer und Ärztlichen Direktoren Dr. Thomas Müller (BHB) und Dr. Andreas Krauter, MBA (BHS) einig.

Beide Krankenhäuser haben ihr Leistungsspektrum abgeglichen und in den Fachrichtungen ausdif-ferenziert. Die neurologische Abteilung der BHS wechselte ebenso wie die Augenabteilung und die Gefäßchirurgie zu den BHB. Im Gegenzug wurde die HNO-Abteilung zu den BHS verlegt. Diese Spezialisierung kommt natürlich den Patienten zugute. Außerdem werden in den medizinischen Schwerpunkten die zurzeit öffentlich diskutierten “Mindestfallzahlen“ für Eingriffe leicht erreicht bzw. übertroffen. Darüber hinaus betreiben beide Krankenhäuser heute ein gemeinsames Kran-kenhauslabor und eine gemeinsame Akutambulanz.

Durch Errichtung eines Kooperationsbaus wurde das “Krankenhaus Seilerstätte“ auch eindeutig nach außen sichtbar. Beide Krankenanstalten-Träger haben das Ziel, die Zusammenarbeit ihrer eigenständigen Häuser laufend weiter zu entwickeln und zu vertiefen. Insgesamt ist man bestrebt, Lösungen immer im Sinne der Patienten umzusetzen. Durch die genannten Maßnahmen konnte auch die von der Oberösterreichischen Spitalsreform für die BHB und BHS angestrebte jährliche Kostenreduktion zur Gänze umgesetzt werden.

Doch nicht nur auf diesem Weg wird Qualitätssicherung im Sinne einer optimalen Patientenversor-gung betrieben. Im Jahr 2008 haben sich beide Spitäler als erste Linzer Krankenhäuser nach inter-nationalem Standard zertifizieren lassen. Die Zertifizierung nach pCC inkl. KTQ bedeutet für den Patienten, dass er in einem Krankenhaus behandelt wird, welches der Qualitätsarbeit hohen Stel-lenwert einräumt. Alle Abläufe und Prozesse sind im Qualitätsbericht beider Krankenhäuser auf der jeweiligen Homepage für jedermann zugänglich. Somit beziehen die Ärztlichen Direktoren der bei-den Ordenskrankenhäuser in der öffentlichen Diskussion um Transparenz im Gesundheitswesen klar Stellung:  „Um allen Patienten die beste Behandlung zukommen zu lassen, müssen wir effizient sein, Potenziale orten und die Bereitschaft aufbringen, unsere Arbeit laufend qualitativ zu verbessern.“

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