

MedizintechnikerInnen kommen in Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Gesundheitseinrichtungen für vielfältige Aufgaben von der Angewandten Forschung bis hin zum Produktmanagement zum Einsatz. Aufbauend auf dem bestehenden Bachelor-Studiengang bietet die FH Oberösterreich in Linz ab Herbst 2010 ein viersemestriges Master-Studium für AbsolventInnen technisch-naturwissenschaftlicher sowie ingenieurwissenschaftlicher Fächer an.
Das in vollzeit- und berufsbegleitender Variante startende Master-Studium der „Medizintechnik“ vermittelt fundierte Kenntnisse in der medizinischen Geräte- und Rehabilitationstechnik mit der Kompetenz zur Produktentwicklung. Neben verpflichtenden Modulen, etwa zu ausgewählten Kapiteln der medizinischen Gerätetechnik oder zu Medical Systems Engineering, können die Studierenden drei von vier Wahlmodulen wählen. Diese werden in den Bereichen Biomechanik, Medizinprodukte-Software, Medizinische Elektronik und Materialwissenschaften – inklusive Nanotechnologie – angeboten.
Internationale Erfordernisse berücksichtigt
Die Medizintechnikbranche ist gekennzeichnet durch eine hohe Innovationsdynamik und eine ebenso hohe Internationalität. „Erstklassige medizintechnische Kompetenz ist daher erforderlich, wenn man sich auf diesem spannenden Markt durchsetzen will“ so Studiengangsleiter Prof. (FH) Dr. Martin Zauner MSc. Um neue Medizinprodukte einführen zu können, sind aufgrund der Risikominimierung für die Patienten entsprechende Zulassungsverfahren zu durchlaufen. „Genau in diesem Wissen um relevante nationale und internationale gesetzliche Vorschriften liegt eine weitere Stärke unseres Studiums“ erläutert Zauner, der die im Curriculum festgeschriebenen Lehrveranstaltungen über „Regulatory Affairs“ hervorhebt.
Die ersten beiden Semester werden in deutscher, die letzten beiden in englischer Sprache abgehalten und können im Ausland absolviert werden. Eine umfassende Projektarbeit und die abschließende „Master`s Thesis“ befähigen zum Berufseinstieg mit Führungsfunktion, bilden aber auch die wissenschaftliche Qualifikation für ein weiterführendes Doktoratsstudium. Schon bisher pflegt der vor der Umsetzung des Bologna-Prozesses mit dem Diplom abgeschlossene Studiengang weltweite Lehr- und Forschungskontakte zu führenden Unternehmen wie Siemens oder Dräger Medical sowie zu renommierten Hochschulen wie der Johns Hopkins University in Baltimore, der Harvard University in Boston oder den Schweizer Eliteinstitutionen ETH Zürich und Universität Zürich.
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