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Bildquelle: Elisabethinen, Abdruck honorarfrei


Ein Pool für Ideen der Anwender
Gemeinsam einen Mehrwert generieren ist Ziel der Cluster- und Netzwerk-Initiativen der Clusterland Oberösterreich GmbH. Im aktuellen Kooperationsprojekt des Gesundheits-Clusters und des Netzwerks Design & Medien haben drei österreichische Unternehmen und eine Gesundheitseinrichtung gezeigt, wie viel Synergiepotenzial in Kooperationen steckt.

Initiativen wie der Gesundheits-Cluster und das Netzwerk Design & Medien sind erste Anlaufstellen für Anwender und Ideengeben. „Wir greifen die Bedürfnisse und Innovationen der Branche auf und unterstützen unsere Partnerunternehmen von der Idee über die Partnersuche, Projektinitiierung und –begleitung bis hin zur Ergebnisverbreitung“, so DI (FH) Philipp Wittmann, Leiter Gesundheits-Cluster. Das Projekt „Eli-Box®“ verdeutlicht, wie wichtig es ist Bedürfnisse oder konkrete Produktideen in einem Pool zusammen zu führen.

Der gemeinsame Mehrwert
Die bunte Mischung unterschiedlicher Branchen- und Themenbereiche sowie die Kombination aus österreichischen Leitbetrieben und einer Gesundheitseinrichtung generierte letztendlich einen Mehrwert für alle Beteiligten. Für das Unternehmen H+H SYSTEM, Spezialist für Medikamentenlagerung und –verteilung, war es eine optimale Gelegenheit in einen neuen Lagerbereich im Krankenhaus einzusteigen und die Eli-Box® über seine weltweit bestehenden Vertriebswege vermarkten zu können. Für die Unternehmen Duller engineering und Promotech bot dieses Projekt aber noch eine Chance: Den Einstieg in die Zukunftsbranche der Medizin- und Gesundheits-Technologie. „Durch die Kooperation konnten wir einerseits eine wirklich patientennahe Innovation umsetzen und andererseits ein zweites, sicheres Standbein aufbauen“, so die Geschäftsführer der beiden Betriebe.

Projektpartner der elibox®

  • H+H System GmbH Salzburg
  • Promotech Kunststoff- und Metallverarbeitungsges.m.b.H. Oberösterreich
  • Duller engineering GmbH Kärnten
  • Gesundheits-Cluster
  • Netzwerk Design @ Medien


 


19.01.2012

Mit wachen Sinnen bis zur Operation


Aus Gründen der Sicherheit und der Hygiene werden den Patienten vor einer Operation persönliche Hilfsmittel, wie Brillen und Hörgeräte bereits im Krankenzimmer abgenommen und dort aufbewahrt. Gerade aber in der Zeit bis zur Operation und auch direkt danach, empfinden viele Menschen den Verlust ihrer „Sinne“ als besonders störend und belastend. Das Krankenhaus der Elisabethinen hat dieses Problem jetzt im Kooperationsprojekt elibox® mit dem Gesundheits-Cluster und 3 österreichischen Unternehmen gemeinsam gelöst.



Mit zunehmendem Alter sind Menschen vermehrt auf persönliche Hilfsmittel angewiesen, die Beeinträchti-gungen und Gebrechen beheben sollen. Eine Brille zur Sehschwächen-Korrektur, ein Hörgerät zur Verbesserung der Hörleistung, aber auch Zahnprothesen sind weit verbreitet und geben vor allem dort Sicherheit, wo der teilweise Verlust die Funktion einzelne Sinne schwächt.

Aus Sicherheitsgründen können diese Hilfsmittel bei einer Operation nicht beim Patienten bleiben. Sie werden daher vor einem Eingriff abgenommen und aufbewahrt. Aus hygienischen und organisatorischen Überlegungen erfolgt dies bereits im Krankenzimmer. Die ganze Zeit über, während des Transportes vom Zimmer in den Operationssaal, während der Vorbereitung der Operation, aber auch im Aufwachraum, wo sich der Patient vom Eingriff erholt, und beim anschließenden Rücktransport in das Krankenzimmer, muss der Patient mit seinen derart beeinträchtigten Sinnen zurechtkommen.

„Diese Vorgehensweise entspricht zwar allen Normen, ist aber eine entwürdigende und beängstigende Situation vor allem für ältere Menschen“, erklärt dazu Sr. M. Barbara Lehner, Generalvikarin und zuständig für das Wertemanagement im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz. Die Recherche hat gezeigt, dass die Vorgehensweise im präoperativen Bereich weltweit sehr ähnlich gehandhabt wird, und dass es derzeit keine nachahmenswerten besseren Modelle gibt.

„Wir haben den Bedarf an einer Aufbewahrungmöglichkeit für persönliche Hilfsmittel im prä- und postoperativen Bereich identifiziert und mangels Verfügbarkeit am Markt die Entwicklung eines derartigen Behältnisses eingeleitet“ Hannelore Dirschlmayer-Steiner, MMAS, MBA, Pflegedirektorin

elibox®
Als Kooperationspartner hat die Clusterland Oberösterreich GmbH drei Ihrer Partnerbetriebe zu einem Projekt eingeladen, dessen Ziel die Entwicklung, die Produktion und der Vertreib der sogenannten Eli-Box ist. Entstanden ist ein Behälter, der im Spritzgussverfahren erzeugt wird, aus einer abwaschbaren Außenschale und einem mit entsprechenden Vertiefungen versehenen Innenteil, in dem eine Brille, zwei Hörgeräte und zwei Zahnprothesen sicher aufbewahrt werden können. Die elibox® wird mittels Klettverschluss am Bett befestigt, begleitet somit den Patienten bis unmittelbar vor den Operationssaal und steht sofort nach dem Aufwachen aus der Narkose wieder zur Verfügung.

Der Innenteil der elibox® wird dem Patienten auf Wunsch mit nach Hause gegeben, die Außenschale nach der Desinfektion wiederverwendet. Ab Juni 2012 wird die elibox® im Krankenhaus der Elisabethinen flächendeckend eingesetzt und steht dann als marktreifes Produkt allen interessierten Gesundheitseinrichtungen, wie Krankenhäusern aber auch Senioren- und Pflegeheimen zur Verfügung.

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